Wie trägt RFID zum Umweltschutz bei?

Nachhaltigkeit steht bei Unternehmen und Verbrauchern gleichermaßen auf der Agenda. Während der COVID-19-Pandemie zeigten Marktstudien einen Anstieg der Bedeutung von Nachhaltigkeit als entscheidenden Faktor bei der Markenwahl der Käufer um 22 Prozentpunkte; dieser Wert liegt mittlerweile bei 55 Prozent.

In einem Interview mit dem IoP Journal erläuterte Tyler Chaffo, Global Sustainability Manager bei Avery Dennison Smartrac, wie die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) Unternehmen verschiedener Branchen, darunter auch der Lebensmittelindustrie, unterstützt hat. Zum Konzept der „regenerativen Einzelhandelswirtschaft“ erklärt Chaffo, dass der Begriff „regenerativ“, der heute vor allem im Einzelhandel verwendet wird, historisch mit der Landwirtschaft verbunden war. „Wir beobachten, wie dieses Konzept in andere Branchen Einzug hält“, fügt er hinzu, „und ‚regenerativ‘ hat für verschiedene Menschen unterschiedliche Bedeutungen.“ Laut Chaffo ist das Konzept der „Regenerativität“ Teil der Kreislaufwirtschaft und ein systemischer Ansatz für wirtschaftliche Entwicklung, der Unternehmen, Gesellschaft und Umwelt gleichermaßen zugutekommt. „Es besteht ein deutlicher Unterschied zwischen der reinen Abfallerzeugung und der Nutzung von Ressourcen, dem linearen Modell“, erklärt er. „Eine Kreislaufwirtschaft ist daher von Grund auf regenerativ angelegt – eine Art Entkopplung des Wachstums vom Verbrauch endlicher Ressourcen, die uns dazu bringt, die Herkunft der Materialien für die Produktherstellung zu hinterfragen.“

Daher stellt sich laut Chaffo die Frage: „Wie kann ich mehr Plastik aus dem Ökosystem entfernen, als ich mit meinen Einzelhandelsprodukten hineingebe?“ Er fügt hinzu: „Dann sieht man Unternehmen, die sich öffentlich zu einem regenerativen Ansatz verpflichtet haben und ihre Strategien wirklich auf eine positive oder regenerative Zukunft in Bezug auf Ressourcen ausrichten – und ich denke, genau das wird sich immer mehr durchsetzen.“

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Die Entwicklung von Einzelhandelsunternehmen in diese Richtung, so Chaffo, zeige, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine Zukunftsfrage sei, sondern bereits Realität: ein Problem, das hier täglich angegangen werden müsse. „In Lieferketten haben sich widerstandsfähigere, regenerativere und nachhaltigere Initiativen als positiver Faktor erwiesen“, erklärt er. „Wir suchen beispielsweise nach RFID-Produkten mit geringerer Umweltbelastung und besseren, plastikfreien Produktionsmethoden für Bekleidungsanwendungen im Einzelhandel.“

Im Jahr 2020 ging XGSun eine Partnerschaft mit Avery Dennison ein, um biologisch abbaubare RFID-Inlays und -Etiketten auf Basis eines chemikalienfreien Ätzverfahrens einzuführen. Dadurch wird die Umweltbelastung durch Industrieabfälle effektiv reduziert. Da auf das chemische Ätzen der Aluminiumantennen verzichtet wird, wird im Produktionsprozess weniger Energie benötigt. Dies ermöglicht das vollständige Recycling von Aluminiumresten, was zusammen mit dem drastisch reduzierten Energiebedarf zu einer signifikanten Verringerung des CO₂-Fußabdrucks führt.

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——— Nachrichteninformationen aus dem RFID-Journal

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Veröffentlichungsdatum: 08.07.2022